Rückblick // Schwäbisch trifft Kenianisch - Keniatag am 24.09.2017

Auf dem Markt in Kappishäusern gab es viele kenia-typische Andenken zu kaufen.   //Foto und Bericht: Mara Sander (Südwest Presse)

Der Keniatag des CVJM Kappishäusern kann im wörtlichen Sinn als voller Erfolg verbucht werden, denn Kirche und Gemeindehaus waren voll besetzt. Zudem gab es ein volles Programm für die Gäste nach dem Gottesdienst, der von dem kenianischen Pastor, Geoffrey Mongare, abgehalten wurde.

Zu den Programmpunkten gehörten, neben einem Mittagessen mit kenianischen und schwäbischen Spezialitäten, auch ein bunter kenianischer Markt sowie  eine Bildershow von Werner Held über den Keniaaufenthalt und die Aktion „Finde dein Patenkind“. Stoffe, Perlenketten, handgeflochtene Körbe und geschnitzte Tiere waren nur ein paar der vielen Angebote, die auf dem kleinen Markt im Gemeindehaus gekauft wurden.


Gewählt wird trotzdem

Viele Besucher ließen sich zum Beispiel Sukuma Wiki schmecken. Dabei handelt es sich um eine dem Spinat ähnliche Gemüseart, die außer in Kenia nun auch in einem Kappiser Garten wächst.

Außerdem gab es noch Sukuma, einen Maisbrei, zu schwäbischem Braten. Beim Essen wurde die Chance genutzt, sich mit Pastor Geoffrey und seiner Frau Bernadette zu unterhalten. Selbstverständlich durfte am Wahlsonntag der Weg zur Wahlurne nicht fehlen.

Für alle, die das Projekt noch nicht näher kannten, erfuhren beim Kenia-Tag in Kappishäusern mehr darüber. So hat Pastor Mongare vor fast 20 Jahren damit begonnen in seiner Geburtsstadt Eldoret eine Schule aufzubauen und das Schulprojekt in Githurai zu starten.

Aus Unterricht für zwei Klassen im „Gemeinderaum“ ist die „Church on the Rock“ mit zwei Schulen für rund 300 Kinder und einem kleinen Waisenhaus geworden. Da Lehrer, Schulmaterial und auch Essen ohne staatliche Hilfe selbst finanziert werden müssen, ist die Gemeinde auf Spenden angewiesen.

Seit 2010 haben Einzelpersonen diese Arbeit unterstützt. Vor vier Jahren hat der CVJM dem Keniaprojekt einen organisatorischen Rahmen durch einen festen Arbeitskreis von ehrenamtlichen Mitarbeitern gegeben.

Sie sind für das Fundraising verantwortlich und gestalten Aktionen wie den „Keniatag“ mit. Der Erlös kommt den kenianischen Kindern zugute und indem er in die Bildung investiert wird.

Investition in die Zukunft

„Die Kinder von heute werden die Welt von morgen lenken, und ihre Fähigkeiten werden über das Wohl ihres Landes entscheiden. Darum ist es wichtig, diese Fähigkeiten zu fördern und auch den Ärmsten Schulbildung zu ermöglichen“, sagte Organisator Werner Held. Für ihn ist die „Hilfe zur Selbsthilfe“ somit eines der wichtigsten Ziele.

„Bildung ist überall auf der Welt notwendig, um Zukunft zu gestalten, aber viele Eltern haben kein Geld, um ihre Kinder auf eine gute Schule zu schicken. Staatliche Schulen in Kenia sind überfüllt“, weiß er aus Besuchen vor Ort. Daher setzt er sich mit hohem Engagement dafür ein, dass durch Spenden der Schulbetrieb dauerhaft unterstützt werden kann.

Jeder kann Patenschaften übernehmen oder Dauerspender werden, aber auch einzelne Summen spenden, die neben den Erlösen aus Benefizaktionen, in das Projekt des CVJM Kappishäusern fließen.

Zeitungsbericht auf www.swp.de 

Zeitungsbericht als Bild gibt es hier.

Werner Held |    26.09.2017 - 17:10 Uhr | Kategorie: Projekt: Kenia